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Das Gemeindehaus steht mitten im Grünen. Wenn du dich umschaust, fallen zuerst die großen Bäume auf:
- Winterlinden entlang der Straße – vielleicht kommt daher der Name Linderhausen?
Auf dem Gelände des Gemeindehauses gibt es:
- eine Birke
- eine Buche
- eine Eiche
- eine Birne – die im Herbst auch noch Früchte trägt
Weiter hinten entlang der Weide, auf der im Sommer Kühe weiden, siehst du Hecken, die typisch sind für Linderhausen. Sie bestehen überwiegend aus Weißdorn. Diese Pflanze wird von den meisten Tieren nicht gefressen, weil sie viele spitze Dornen hat. Daher können Weißdornhecken sehr alt werden. Sie wurden früher als Grenze zwischen den Weiden und Feldern genutzt – bevor es Zäune aus Draht gab. Die Hecken bieten aber auch vielen kleinen Tieren wie Mäusen, Igeln, Kaninchen und Vögeln Schutz, Versteck und Lebensraum. Die Hecken fördern daher die Artenvielfalt in Linderhausen.
Die Weiden dienen als Futterflächen für Kühe und Pferde. Die Bauern in der Gegend halten überwiegend Kühe, die im Sommer auf der Weide stehen und das Gras direkt fressen. Auf Wiesen, auf denen keine Tiere weiden, wird meist im Mai oder Juni Heu geerntet. Dafür wird das Gras gemäht und getrocknet und kann so gelagert werden. Das Heu wird im Winter an die Tiere im Stall verfüttert.
Eine andere Art, Gras für den Winter aufzubewahren, ist, es zu Silage zu verarbeiten. Sicher hast du schon mal die großen Ballen gesehen, die oft am Rand der Felder lagern.
Dort drin wird gemähtes Gras luftdicht abgeschlossen. Große Mengen von Silage können auch in Silagegruben oder Lagern hergestellt werden. Durch den Ausschluss von Luft wird das Gras vergoren, bleibt haltbar und schimmelt nicht. Gleichzeitig enthält Silage weiterhin viele Vitamine und Nährstoffe – wie Sauerkraut: da wird Weißkohl genau so behandelt wie hier das Gras.
Neben Weide- und Grasflächen gibt es in Linderhausen auch Felder auf denen…
- Mais
- Weizen
- Gerste
- Raps
angebaut wird.
Mais dient als Viehfutter, ebenso wie Gerste. Gerste wird aber auch zum Bierbrauen verwendet. Aus Weizen wird Mehl und Brot gemacht, aus Raps wird in einer Ölmühle Öl hergestellt. Da auf den Feldern jedes Jahr etwas anderes angebaut wird, kannst du wahrscheinlich nicht alles gleichzeitig auf den Feldern der Umgebung sehen.
In manchen Jahren gibt es auch einen Blühstreifen am Rand der Felder mit verschiedenen bunten Blumen. Dort blühen zu jeder Jahreszeit andere Blumen, die Bienen und Insekten als Nahrung dienen.